Pia Lady

So, die leckeren Pilze von gestern Nachmittag sind inzwischen geputzt und verspeist. Soooooo lecker. Nicht nur hier in Norwegen, auch zu Hause liebe ich es, im Herbst durch den Wald zu ziehen und Pilze zu sammeln. Es gibt immer so viele Dinge zu entdecken. 



Heute war ich mit beiden Kids zusammen im Wald. Wobei der Mini geschlafen hat. Der Große war auch nicht so richtig in Stimmung. Eigetnlich wollten wir Blaubeeren pflücken. Durch Zufall sind wir dann über diese herrlichen Pfifferlinge gestolpert. Und dann hieß es aufpassen. Bei der Menge an Pfifferlingen, die hier in Norwegen wachsen, ist es gar nicht so einfach, diese nicht alle zu zertrampeln. Insbesondere mit einem 2 1/2jährigen Kind. Zum Glück findet er das normalerweise alles höchst spannend. Heute nicht so. Er wollte meist getragen werden. Die Blaubeeren unterwegs waren auch alle doof und die sonst so interessanten Kriechtiere langweilig. Steine in den kleinen Fluss schmeißen ganz daneben. Aber so ist es nun manchmal. So hatte ich ein Zeitfenster von ca. 30 Minuten. Dafür fand ich die Ausbeute doch enorm. Eine Mahlzeit für meinen Mann und mich, zumindest als Beilage, habe ich zusammen bekommen. Dabei konnte ich nicht mal alle Pilze mitnehmen, denn viele waren noch zu klein und müssen noch ein bis zwei Tage warten. Dann komme ich wieder!



Nun aber wieder zum Nähen 😉

Ich habe noch meine letzte Pia von Fadenkäfer für euch. Auch diese ist noch aus dem Probenähen im Mai. Zu der Zeit hat noch alles auf einen schönen Sommer in Deutschland hingedeutet. Bei der Menge an Sommerkleidern die ich dieses Jahr genäht habe, kann ich ja froh sein, dass ich nicht so schnell aus meinen Sachen herauswachse wie die Kinder. So habe ich auch im nächsten Sommer noch ganz viele wunderbare Kleider. Wobei ich ja sagen muss, dass wir hier in Norwegen echt außerordentlich gutes Wetter haben, zumindest im Durchschnitt. Leider habe ich gar nicht so viele Kleider mitgenommen.



Das Probenähen war ja für die Erweiterung des Sweatkleides von Fadenkäfer zur Sommervariante. Das Sweatkleid, dass nun Pia heißt wurde somit um verschiedene Ärmelvarianten erweitert. Ohne Ärmel, kurze Ärmel und 3/4-Ärmel. 

Hier habe ich die Pia ohne Ärmel genäht. Außerdem habe ich auf die typische Teilung, den Kordelzug und die Eingrifftaschen verzichtet. Oberteil und Unterteil habe ich in einem Stück geschnitten. Denn den schönen Stoff wollte ich nicht zerschneiden. 



Anstelle der vorgesehenen Eingrifftaschen habe ich versteckte Seitennahttaschen eingenäht. Wie das geht, habe ich mir in dem e-Book "Lieblingsparka" aus der Zuckerwolkenfabrik abgeschaut. Hat super funktioniert. Ganz auf Taschen verzichten wollte ich nicht, denn eigentlich finde ich solche immer super praktisch. Hier hätten die typischen Eingrifftaschen jedoch auch das Stoffmuster zerstört.



Der Stoff ist von Stenzo Textiles und ich habe ihn auf dem holländischen Stoffmarkt ergattert. Er ist mir dort sofort ins Auge gefallen. Zunächst wusste ich allerdings nicht so recht, was ich daraus nähen sollte. Aber es musste eben doch ein Kleid werden. Und eben auch eines, bei dem Oberteil und Unterteil in einem Stück geschnitten werden. Ein Schnittmuster hatte ich zu der Zeit noch nicht zur hand, so habe ich halt ein bisschen gebastelt.

Ein bisschen, nur ein ganz kleines bisschen, vermisse ich meine Nähmaschine. Allerdings wäre ich eh nicht dazu gekommen und so tut die Pause auch mal ganz gut.

Bis demnächst!

Henni


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